Service ungleich Servicelevel
Wer da denkt, dass die Kundenbetreuerin am anderen Ende der Hotline so unfreundlich ist, dann kann es durchaus daran liegen, dass gerade der sogenannte Servicelevel niedrig ist. Servicelevel ist genau das Zauberwort für die Obrigkeit um Produktivität und Service unter einem Hut zu bringen.
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Denn seien wir mal ehrlich. Es gibt doch kaum einen Menschen, der tatsächlich glaubt, dass eine Servicehotline für den Kunden da ist. Sie ist auch angehalten, sich vertriebsgerecht zu positionieren. So kann es also durchaus sein, dass bei einem großen Ansturm die Kunden nicht mehr wie Kunden behandelt werden, sondern wie Fließbandware.
Traurig? Nicht unbedingt. Nur weil die Hotline vielleicht kostenlos für den Kunden ist, so heißt es nicht, dass sie ebenfalls für den Betrieb nichts kostet. Zumal verdienen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihr täglich Brot damit. Also weitere Kosten.
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Nun ist man also in der Zwickmühle. Ein Gespräch sollte in einem Beispiel nicht länger als 4 Minuten gehen. Nachbearbeitung sind 2 Minuten vorgesehen, der Kunde sollte in den ersten 20 Sekunden durchgestellt sein. Der Servicelevel darf die 75% nicht unterschreiten und gleichzeitig sollte eine Auslastung von > 80% pro Mitarbeiter vorherrschen. Im Inbound eine Aufgabe, die manchmal verzweifeln lässt.
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Entweder hat man zu viele Mitarbeiter in der Telefonie angesetzt, so dass die Auslastung runtergeht. Oder aber man hat zu wenige Berater für den Kundenansturm und der Servicelevel ist im Arsch. Scheisse nur, dass der Betrieb nach beiden Faktoren – Servicelevel und Auslastung – bezahlt wird.
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Samstag hatten wir definitiv zu wenige Mitarbeiter…
